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Die kommunalpolitischen Forderungen zur Kommunalwahl 2026 sind in einem breiten Beteiligungsprozess mit jungen Menschen entstanden. Dabei hat der Kreisjugendring München-Stadt die Ergebnisse der Online-Jugendbefragung 2024 ebenso einbezogen wie die Anliegen von mehr als 70 Münchner Jugendverbänden und ihrer Delegierten auf der KJR-Vollversammlung sowie von Mitarbeitenden des KJR.

Die jugendpolitische Interessensvertretung als Arbeitsschwerpunkt des Kreisjugendring München-Stadt (KJR) ist so alt wie der Jugendring selbst. Seit seiner Gründung am 5. Dezember 1945 versteht sich der KJR als Anwalt und Stimme junger Menschen Und so sind die Kommunalwahlen seit den 1970er Jahren Anlass, diese Interessen, die Wünsche und Bedürfnisse der jungen Münchner*innen zu sammeln und sie stellvertretend an die Politiker*innen und Entscheidungsträger*innen zu adressieren – für die konsequente Berücksichtigung junger Interessen in der Stadtpolitik.

Die kommunalpolitischen Forderungen junger Menschen 2026 gibt es als Download unter https://www.kjr-m.de/publikationen/platz-da-kommunalpolitische-forderungen-2026.

Neun Themenbereiche haben sich herauskristallisiert und sie beinhalten zahlreiche konkrete Forderungen junger Menschen in München. Es finden sich Themen wieder, die seit Jahren auf der Agenda stehen, wie „Wohnen“ oder „Mobilität“, es sind aber auch neue hinzugekommen, wie das Thema „Psychische Gesundheit“. Weitere Themen sind: „Stärkung unserer Demokratie“; „Partizipation als Basis“; „Für Vielfalt, gegen Ausgrenzung“; „Teilhabe trotz Armut“; „Klimagerechtigkeit bleibt das Ziel“; „Schule als Teilhabe- und Gestaltungsraum“.

Konkrete Forderungen sind:

Partizipation junger Menschen ist eine Grundlage unserer Demokratie. Die Stadt München soll Schüler*innen, Auszubildende und Studierende verbindlich beteiligen, Schüler*innen im Ganztag in Entscheidungen mit einbeziehen, die Offene Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendverbände sicher finanziell fördern, Selbstvertretung in der Jugendhilfe sichern und ein Rahmenkonzept für kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung mit ausreichender Finanzierung umsetzen.

Ausreichend Wohnraum zu haben, ist eine Basis, um gut aufwachsen zu können. In München verschärft sich die angespannte Wohnungssituation immer weiter. Die Mieten steigen stark, und es fehlt bezahlbarer Wohnraum – besonders größere Wohnungen für WGs. Viele junge Menschen können sich das Wohnen in München nicht mehr leisten. Wir fordern daher die Stadt München auf, mehr bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen zu schaffen, bestehende Wohnheimplätze zu sichern, Leerstand konsequent zu nutzen und Sanktionen gegen Zweckentfremdung durchzusetzen

Psychische Gesundheit war eines der zentralen Themen für junge Menschen in der Jugendbefragung 2024. Die psychische und körperliche Gesundheit junger Menschen in München ist jedoch zunehmend gefährdet. Wir fordern daher mehr präventive Angebote, Unterstützung für Familien, niedrigschwellige Beratung, Freiräume zur Persönlichkeitsentwicklung und eine gleichwertige Gesundheitsversorgung für alle jungen Menschen in München.

KJR-Vorsitzende Svenja Gutzeit fordert die Stadtpolitik und alle Stadtratskandidat*innen auf, die Anliegen junger Menschen ernst zu nehmen und in praktische Politik umzusetzen – und auch nicht davor zurückzuschrecken, wenn dies Geld kostet.

„Ausgaben für die jungen Menschen in dieser Stadt sind keine Kosten, sondern eine Investition“, sagt Gutzeit. „Wenn wir heute in junge Menschen investieren, investieren wir in eine demokratische, solidarische und freie Stadt von morgen!“. Damit steht sie in der Tradition des ersten Münchner Stadtschurats und langjährigen KJR-Vorsitzenden Anton Fingerle. Von ihm ist der Satz überliefert, „Jugendarbeit ist keine Wohltätigkeit. Sie ist Stadtentwicklung.“ Entsprechend fordert Gutzeit, die Themen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen jetzt breit zu diskutieren. „Kinder und Jugendliche gehören in diesen Wahlkampf – und in die Entscheidungen danach. Denn Zukunft ist kein Zufall – sie ist eine Entscheidung!“

Hintergrundinformationen zum KJR München-Stadt

Der Kreisjugendring München-Stadt ist der größte Zusammenschluss von Jugendverbänden und -gemeinschaften auf kommunaler Ebene in der Bundesrepublik Deutschland. Derzeit gibt es in München rund 70 Jugendverbände mit fast 200.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27 Jahren.

Das Arbeitsspektrum beinhaltet konfessionelle, gewerkschaftliche und humanitäre Verbände, den Sport sowie unterschiedlichste Pfadfinderorganisationen. Daneben gibt es zahlreiche Verbände und Initiativen, die sich besonderen Themen widmen, wie beispielsweise das Münchner Schüler*innenbüro oder die Gehörlosen-Jugend.

Der Kreisjugendring München-Stadt ist aber auch Träger von 50 städtischen Freizeitstätten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie elf Kinderbetreuungseinrichtungen und beschäftigt rund 700 Mitarbeiter*innen. Für Themen und Lebensbereiche, die dem KJR sehr am Herzen liegen, gibt es spezielle Fachstellen, z.B. Junges Wohnen, Klimagerechtigkeit, Inklusion, Unterstützung von jungen Menschen beim Berufseinstieg, Auseinandersetzung mit Demokratie und Geschichte und viele weitere. Mehr Informationen auf www.kjr-m.de

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QUELLE: Pressemitteilung des KJR München-Stadt

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Jugendinfo München